Weltwassertag 2022 am 22.03.2022

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  • 19. März 2022

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Die Stadtwerke Günzburg informieren zum jährlichen Weltwassertag

Unser Grundwasser: Der unsichtbare Schatz

Mit dem jährlichen Weltwassertag am 22. März erinnern die Stadtwerke Günzburg an die große Bedeutung des Wassers. Es wird dadurch auf die Vorzüge, aber gleichzeitig auch auf die zu bewältigenden Herausforderungen rund um das Thema Wasser aufmerksam gemacht. Dieses Jahr steht der Tag unter dem Leitsatz „Unser Grundwasser: Der unsichtbare Schatz“.

„Sauberes Trinkwasser ist für uns alle normal und gehört längst zum Alltag: Wir drehen den Wasserhahn auf und schon haben wir bestes Trinkwasser zur Verfügung. Dies sollten wir mit Blick auf die Zukunft gemeinsam zu schätzen wissen, denn Trinkwasser ist unverzichtbar für alle Lebensbereiche“, erläutert Lothar Böck, Vorstand der Stadtwerke Günzburg.

Durch die Corona-Pandemie und die verheerende Flutkatastrophe im  Sommer 2021 in Teilen von Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz wurde die Bedeutung einer reibungslos funktionierenden und jederzeit verlässlichen Daseinsvorsorge der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung wieder eindrucksvoll ins allgemeine öffentliche Bewusstsein gerückt und zudem verdeutlicht, warum wir diesen unsichtbaren Schatz – das Grundwasser – schützen und wahren müssen, damit wir uns auch künftig darauf verlassen können.

Die Stadtwerke Günzburg sorgen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jeden Tag aufs Neue dafür, dass unser Trinkwasser in geforderter Qualität und Menge zu jeder Tages- und Nachtzeit in Günzburg und den außerhalb des Stadtgebietes angeschlossenen Gemeinden zur Verfügung steht. Derzeit beträgt die jährliche Abgabemenge der Stadtwerke insgesamt ca. 2,5 Millionen m³ Wasser. Pro Kopf liegt der Tagesbedarf an Trinkwasser deutschlandweit bei ungefähr 127 Litern.

Überwiegend stammt das Grundwasser aus Regenwasser, welches durch den Boden und dabei  durch sog. Grundwasserleiter sickert. Dies sind verschiedene Gesteinskörper, bzw. Bodenschichten, durch welche das Wasser fließen kann. Etwa 74 % des Trinkwassers in Deutschland stammt aus Grundwasser. Dieses weiterhin ausreichend zu schützen und zu bewahren muss deshalb unter vielerlei Gesichtspunkten mehr denn je im Fokus aller stehen, denn als wichtigste Trinkwasserressource in Deutschland stellt es ein sehr kostbares und unverzichtbares Gut für die Menschheit dar. Zunehmend ist es allerdings verschiedenen Belastungen ausgesetzt, sei es durch den Klimawandel, menschliches Handeln oder industrielle Prozesse. Gerade deshalb ist es sehr wichtig, dass der Schutz von Grundwasser- und somit auch Trinkwasserressourcen künftig weiter gefördert und ausgebaut wird.

 Zukunft des Wassers

Böck äußerst sich zudem hinsichtlich der Zukunftsausrichtung der Wasserwirtschaft: „Gerade an Systemen und Infrastrukturen der Wasserwirtschaft müssen im Laufe der Zeit immer wieder Anpassungen vorgenommen werden. Dazu gehören u. a. die örtlichen Wasserleitungsnetze, aber auch die zugehörigen Abwasserkanäle und Kanalisationen. Hier braucht es Sorgfalt und gute Pflege, um die für Generationen gebaute Netzstruktur in stets einwandfreiem Zustand zu halten und darüber hinaus Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. Erforderlich sind fortlaufend hohe Investitionen, auch wenn beim Leitungs- und Kanalnetz der Verschleiß oftmals nicht sofort sichtbar wird. Zusätzlich steigern der Klimawandel und die Demografie die Kosten für solch notwendige Investitionen. Mit immer mehr werdenden Trockenperioden stellt sich immer öfter die Frage, wie die Systeme für die Sicherung der Trinkwasserversorgung und für die Bewältigung von Starkregenereignissen gewappnet werden können. Auch der Mangel an geeigneten Baufirmen und Fachkräften birgt eine weitere Herausforderung, die gestellten Anforderungen in Zukunft zu erfüllen und allen Ansprüchen gerecht zu werden.“

Wie vor einigen Wochen in der GZ berichtet, nehmen die Stadtwerke in den nächsten Jahren zu diesen Aufgabenstellungen umfangreiche Weichenstellungen vor, um die Wasserversorgung Günzburgs für die kommenden zwei Jahrzehnte zu rüsten.  Die Sicherung der Wasserschutzgebiete vor Einträgen stellt dabei eine der wichtigsten Aufgaben dar. „Dies muss uns allen ins Bewusstsein gelangen“, so Böck. „Wir brauchen hier ein breites Verständnis von Gesellschaft, Wirtschaft, Landwirtschaft, Umweltverbänden und jedem Einzelnen, um diese Interessen zu sichern und diesen unsichtbaren Schatz für unsere künftigen Generationen zu wahren.“

 

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